Workshopleiter*innenschulung am Bodensee 5. – 7.7.

Dies ist eine Fortbildung für politisch interessierte junge Menschen, insbesondere ehemalige Freiwillige, die an Schulen Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit machen wollen.

Globale Entwicklung – Neue emeinsame Wege finden

Wir ehemaligen Freiwilligen können es schaffen, dass endlich die aktuellen Themen in die Schule kommen, die für unsere Zukunft relevant sind.

Es reicht nicht, wenn wir statt dem chemischen Periodensystem einfach die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDGs) büffeln. Eine friedliche Welt, im Einklang mit ihren Ressourcen, wird dadurch nicht entstehen. Sondern dazu müssen wir die Art, wie wir uns bilden, transformieren. Wir brauchen eine neue Methodenvielfalt und müssen vielleicht sogar unser Bildungssystem auf den Kopf stellen. Weg von der trüber Theorie und frontalen Fakten und hin zu selbstbestimmten Lernen, nur geführt von der eigenen Berufung und meinen Interessen in der Welt. Doch wie gestalten wir solche Workshops konkret?

  • Wie werden Themen lebendig? Wie wird Bildung zu einer Selbsttransformation?
  • Wie vermittle ich globale, komplexe oder entwicklungspolitische Zusammenhänge?
  • Warum reicht es nicht nur zu wissen? Wie kommen meine Teilnehmende ins Tun und Mitgestalten?

Klimagerechtigkeit – ein anschaulicher Workshop

Das alles erlernst du anheind eines konkreten Workshops zum Thema ” Klimawandel als Fluchtursache” von der erfolgreichen Workshopreihe “Einfach ganz anders”, den du danach direkt in Schulen anwenden kannst. Das beinhaltet Methoden zum ökologischer Fußabdruck und anschaulichen Beispielen zu Klimagerechtigkeit in anderen Teilen der Welt.

“Education is the most powerful weapon which you can use to change the world.” 
Nelson Mandela

Ort: Überlingen am Bodensee

Die Kunst der Workshopgestaltung lernst du
von Freitag 5. bis Sonntag 7. Juli am Bodensee

Diese Schulung richtet sich an alle jungen Menschen, die Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit, globalen Gerechtigkeit oder Entwicklungspolitik machen wollen. Insbesondere ehemalige Freiwillige, die ihre Fragen, Erfahrungen und Ideen mit Schüler*innen diskutieren wollen.

Die offizielle Schulung beginnt mit dem Abendessen am Freitag um 18 Uhr. Bitte vorher anreisen und Schlafsäcke und Isomatten mitbringen!

Sonntag Abreise ab 14 Uhr. Wer will kann danach noch im Bodensee baden.

Referent*innen:

  • Annika Jansen ist erfahrene Multiplikatorin für “Einfach ganz Anders” und Seminarpädagogin für die Begleitung von Freiwilligen. Sie war selber 2010 als Freiwillige im Ausland.
  • Louisa Pieper war 2015 und 16 als Freiwillige in Indien und beschäftigt sich seither mit nachhaltigem Konsum (Karte von morgen) und Empowerment benachteiligter Zielgruppen, besonders für Gendergleichberechtigung. Sie studiert “Wirtschaft neu Denken” bei Bonn und koordiniert die Ideenwerkstatt von morgen.
  • Taco Liermann war 2014 und 15 als Freiwilliger in Südafrika als und als als ehemaliger die Berufungsworkshops der Initiative Zukunftsblick mitentwickelt. Er studiert in Münster Pädagogik und ist als Theaterpädagoge tätig.
  • Helmut Wolman ist seit 2012 als Bildungsreferent an Schulen tätig und berät ehemalige Freiwillige in ihrem Engagegement für Bildungsarbeit und Aktionen.

Teilnehmendenbeitrag

Dank der öffentlichen Förderung haben wir einen TN-Beitrag von 15 €. Darin sind Unterkunft und Verpflegung enthalten, sowie eine Fahrtkostenerstattung. (Bitte Sparpreise buchen!)

Mehr zum Thema

Das 5-Sternmodell, die Kernmethode dieser Schulung, schriftlich erklärt.
Was verstehen wir unter transformativer Bildung?

Zum Event auf wechange oder Facebook

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Ein Kommentar

  1. Zwischen Hitze und Hagel, Weltpolitik und Wasser

    Die Workshopleiter*innenschulung am Bodensee eine Sommer-Ideenwerkstatt werden, mit Phantasie, Ideen und Gemeinschaft. Die Fahrt nach Überlingen ist wunderschön, aber eben auch nicht zentral, sodass zwischen 17 und 19 Uhr alle 13 Teilnehmenden eintrudelten. Katharina, unsere Kochteamerin, hatte bis dahin schon beim nahegelegenen Naturata alle Lebensmittel eingekauft und gekocht.

    Louisa begann mit der Moderation eines kurzen kennenlernen und dann stiegen wir direkt in einen Erfahrungsaustausch zum Workshopleiten ein. Dazu waren drei Einstiegsfragen für ein World-Café vorbereitet: „Was macht einen guten Workshop aus?“, „Was für Spiele kennst du?“ und „Was mache ich, wenn TN keine Lust haben?“. Das war ein motivierender Einstieg, womit die Teilnehmenden mit ihren Fragen und Ideen direkt im Mittelpunkt standen.

    Alle Teilnehmenden der Schulung

    Am Samstag von 9 bis 13:30 Uhr erlebten wir einen vielfach erprobten Workshop mit Annika vom Netzwerk „Einfach ganz Anders“ zum Thema „Klimaflucht“. Anhand des Weltverteilungsspiels, dem Privilegiencheck und einer Diskussion über anerkannte Fluchtursachen erfuhren wir, wer auf der Flucht ist und aus welchen Gründen. Anhand konkreter Familienporträts aus Bangladesh und den Anden erfuhren wir die weltweiten, verheerenden Auswirkungen, wenn es in den Industrieländern nicht gelingt, den CO2-Fußabdruck zu verringern. Anhand des Meinungsbarometers entstand dazu eine rege Diskussion.

    Immer wieder wurde der Ablauf unterbrochen um einzelne Methoden ausführlich zu reflektieren und die TN unseres Seminars durften einige Methoden im Workshop direkt selbst erproben und so gleich eigene Erfahrungen sammeln. Damit hat der Workshop das Interesse geweckt, auch an einem komplexen Thema wie Klilmagerechtigkeit, Mut gemacht und gezeigt, wie einfach es ist, wenn man einen gut strukturierten Workshop mit erprobten Methoden hat.

    Kreative Präsentation der Workshopkonzeptideen.

    Samstagnachmittag reflektierten wir mit der Helmut Wolman nochmal den Gesamtablauf, wie er auf uns gewirkt hat. Anhand dem 5-Stern der Workshopgestaltung erlebten wir ein Blick hinter die Kulissen und erfuhren ein tieferes didaktisches Verständnis über den Gesamtaufbau. Der Samstag endete in einem Markt der Möglichkeiten, angeleitet von Taco, bei dem Workshopthemen gehandelt wurden, bis 3 Workshopteams entstanden: Zum Thema:

    • „Abfall- und Lebensmittelverschwendung“,
    • „Nachhaltige Konsumgemeinschaften und Ökodörfer“ und
    • „Permakultur und nachhaltige Kleinbauernlandwirtschaft“.

    Den Sonntagvormittag nutzten die Teams um ihre Workshops weiter aus zu arbeiten und um eine kreative Kurz-Präsentation der Workshops zu entwickeln. Mit Theater, Spielen und Quizshows wurden die Workshopkonzepte dann der Gruppe vorgestellt. Abschließend wurden die offenen Schulanfragen ausgebreitet und die Teams konnten sich Termine suchen, an denen sie zu den Schulen gehen.

    Es war einen super Stimmung und sehr engagierte Teilnahme, auch danke der Partizipativen Leitung von Taco und Louisa. Durch die wunderschöne Schule, die Nähe zum Bodensee und die aktive Mitgestaltung aller Teilnehmenden wurde die Schulung von allen begeistert im Feedback wertgeschätzt.

    Wir Danken Taco und Louisa für die wundervolle Leitung und Katharina für das leckere Essen.

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